RAKU

Die Raku-Brenntechnik hat ihren Ursprung in der jahrhundertealten japanischen Teezeremonie. Sie wurde in den zwanziger Jahren von dem Töpfer Bernhard Leach in die westliche Welt eingeführt und hat sich über Amerika zu einer freien Kunstform entwickelt.
Das mit einer Raku-Glasur versehene Objekt wird in einem Brennofen auf 900° C erhitzt, noch glühend mit einer Zange aus dem Ofen genommen und in eine Tonne mit brennbarem Material (z.B. Sägespäne) gelegt, die mit einem Deckel geschlossen wird. Durch den Temperaturschock entstehen in der Glasur Risse, das typische Craquelé. In der geschlossenen Tonne entwickelt sich Rauch, der durch die Glasurrisse in den Scherben eindringt, die Risse schwarz färbt und sie dadurch sichtbar macht. Die reduzierende Atmosphäre, die durch das schmauchende Brennmaterial hervorgerufen wird, hat einen besonderen Einfluss auf die Farbe der Glasur.